Luftstrom: gleichmäßig und weit genug, aber nicht klassenführend
Expert Reviews maß auf Stufe 10 in einem Meter Entfernung 3,8 m/s und auf Stufe 4 noch 1,4 m/s. Das liegt im Bereich guter Premium-Turm- und Standventilatoren, blieb im dortigen Vergleich aber deutlich hinter einem stärkeren Tischzirkulator zurück. heise nahm den Luftzug nach fünf Metern klar, nach 7,5 Metern noch schwach und nach zehn Metern kaum noch wahr. TechRadar spürte ihn auf Stufe 1 bei ungefähr 60 Zentimetern, auf Stufe 5 bei zwei Metern und auf Stufe 10 bei 3,3 Metern.
Die unterschiedlichen Reichweiten widersprechen sich nicht zwingend: Aufstellung, Raum, Messgerät und die Schwelle zwischen „spürbar“ und „kaum spürbar“ unterscheiden sich. Sicher ist, dass der CF1 mehr als ein persönlicher Mini-Ventilator ist. Für einen Arbeitsplatz oder ein Bett reichen niedrige bis mittlere Stufen; in einem geteilten Zimmer helfen 40 oder 70 Grad Oszillation. Wer aus großer Entfernung maximalen Winddruck erwartet, bekommt für weniger Geld stärkere Konstruktionen.
Lautstärke: niedrige dB, aber ein potenziell störender Ton
Dyson gibt 29 bis 42 dBA an. heise maß 22,8 bis 41,1 dB, Expert Reviews 30 dBA auf niedriger Stufe, 35 dBA auf Stufe 4 und 48 dBA auf Stufe 10. TechRadar kam auf 27 bis 45 dB und maß in der eigenen Schlafkonfiguration 35 dB. Diese Werte wurden nicht im selben Abstand oder Raum erhoben und dürfen deshalb nicht zu einer einzigen Laborbandbreite verschmolzen werden. Gemeinsam zeigen sie: Das breitbandige Betriebsgeräusch ist besonders unten sehr leise, auf höchster Stufe aber hörbar.
Für empfindliche Schläfer zählt die Tonqualität stärker als der Zahlenwert. heise hörte einen mit der Stufe zunehmenden hohen Ton und unregelmäßiges Scharren. T3 bemerkte ein helles Klingeln auf mittleren und hohen Stufen sowie Knarzen oder Surren beim Drehen. TechRadar hörte ebenfalls das Oszillationsgeräusch, konnte damit jedoch schlafen. Mehrere Besitzer beschreiben ein periodisches Brummen oder später auftretendes hohes Surren. Das belegt keine allgemeine Defektquote, ist aber ein ausreichend konsistentes Prüfsignal: Im Schlafzimmer zuerst bei stiller Umgebung, niedriger Stufe und eingeschalteter Oszillation testen.
Sleep-Modus und Timer sind sinnvoll, nicht magisch
Der Sleep-Modus senkt laut deutscher Anleitung die Luftstromgeschwindigkeit und dimmt das Display. Damit verschwinden zwei typische Nachtstörer: zu viel Luftdruck und helles Licht. Der Abschalttimer ist ausschließlich über die Fernbedienung erreichbar. Er spart Energie und verhindert, dass der Ventilator unnötig bis zum Morgen läuft; wegen der widersprüchlichen Dyson-Angaben nennen wir bewusst keinen einzelnen garantierten Endwert.
Der Modus ändert jedoch nicht die mechanische Akustik der Oszillation. Wenn das eigene Exemplar tonal brummt, kann das reduzierte Luftgeräusch den Ton subjektiv sogar deutlicher hervortreten lassen. Wer bei periodischen Geräuschen leicht aufwacht, sollte die Oszillation nachts ausschalten oder die Rückgabefrist gezielt für einen mehrnächtigen Test nutzen.
Stromverbrauch: eine klare, unabhängig bestätigte Stärke
Dyson nennt maximal 30 Watt. heise maß 1,8 Watt auf niedrigster Stufe, 19,8 Watt auf höchster Stufe und weitere 2,2 Watt für die Oszillation. Expert Reviews ermittelte 1,7 Watt unten und höchstens 21 Watt bei maximalem Luftstrom mit Oszillation. Die Protokolle liegen nah beieinander und stützen eine sehr gute Energieeffizienz.
Acht Stunden bei gemessenen 21 Watt entsprechen ungefähr 0,168 kWh; selbst die rechnerische Obergrenze mit 30 Watt liegt bei 0,24 kWh. Ein Eurobetrag wäre ohne aktuellen Stromtarif unseriös. Der niedrige Verbrauch macht aus dem hohen Kaufpreis keinen Preis-Leistungs-Sieger, reduziert aber die laufenden Energiekosten bei häufigem Sommerbetrieb.
Bedienung: guter Regler, kleine Fernbedienung mit Sichtkontakt
Am Sockel sitzen ein drück- und drehbarer Hauptregler sowie eigene Tasten für Sleep-Modus und Oszillation. Das LCD zeigt Stufe, Timer und Betriebszustand. Die gebogene Fernbedienung steuert dieselben Funktionen und ergänzt den Timer; magnetisch liegt sie oben auf dem Ring. heise erreichte damit zuverlässig bis zu vier Meter. Expert Reviews, TechRadar und einzelne Besitzer mussten dagegen genau auf den Empfänger zielen oder erlebten Aussetzer schon aus kürzerer Entfernung.
Für Schreibtisch und Nachttisch ist das kein Funktionsausfall, aber weniger komfortabel als Funk- oder App-Steuerung. Der CF1 speichert nach TechRadars Praxistest den zuletzt gewählten Oszillationswinkel nicht zuverlässig, sodass beim nächsten Start erneut durch die Stufen geschaltet werden kann.
Leicht zu tragen, groß auf dem Tisch
Mit 1,8 Kilogramm lässt sich der CF1 bequem zwischen Arbeitszimmer und Schlafzimmer bewegen. Dyson weist allerdings darauf hin, ihn nach dem Ausstecken am Sockel und nicht am Ring zu tragen. Der Sockel misst nur 15 Zentimeter, der darüberliegende Ring aber 36 Zentimeter im Durchmesser und das Gerät ist 55 Zentimeter hoch. heise und TechRadar empfanden ihn auf kleinen Flächen deshalb als dominant. Vor dem Kauf sollte nicht nur die Sockelfläche, sondern auch der freie Raum für Ring, Neigung und Oszillation gemessen werden.
Pflege: kein Tank, kein Filter, trotzdem nicht staubfrei
Der offene Ring lässt sich nach dem Ausstecken mit trockenem oder feuchtem Tuch reinigen; Reinigungs- und Poliermittel schließt Dyson aus. Staub in den Einlassöffnungen und der kleinen Ringöffnung wird mit einer weichen Bürste entfernt. TechRadar beobachtete, dass die glänzende weiße Oberfläche Fasern und Staub schnell anzog. Die Pflege bleibt wesentlich einfacher als bei einem Gerät mit Gitter, offenem Rotor, Wasserbehälter oder Kühlpad, ist aber nicht vollkommen wartungsfrei.